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Sollen Krankenkassen Überschüsse auszahlen ? ?

1.060 Todesfälle bei Patienten im Gesundheitswesen - nach der Statistik ausgelöst durch Personalmängel, Hygienemängel und Strukturprobleme !

Nach diesen erschreckenden Meldungen, die nur die Spitze des Eisberges darstellen, sollte doch den Politikern anderes einfallen, als durch Mangelbewirtschaftung entstandene Überschüsse im Gesundheitswesen wieder an die Beitragszahler auszuschütten. Natürlich wäre es schön, wenn ein Kassenmitglied von seiner Krankenkasse einmalig 30 bis 50 Euro erhalten könnte. Noch schöner wäre es allerdings, wenn die nun zur Verfügung stehenden Mittel in unser strukturschwaches System gesteckt werden könnten.

Es fehlt an Personal, es fehlt an finanzierten Fortbildungen und es fehlt an von den Krankenkassen mit zu finanzierenden Strukturverbesserungen.

Nicht zuletzt auch zum Schutz für unsere Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitsdienst fordern wir die Kassen und den Bundesgesundheitsminister auf, freie Mittel für die Beschäftigten im Gesundheitswesen einzusetzen. Wir möchten kein Gießkannenprinzip, bei dem sich alle Bereiche des Gesundheitswesens wieder aus einem Napf bedienen, sondern zielgerichtet die Finanzierung von Personal in nachweislich zu gering besetzten Bereichen und in die Qualifizierung, denn Wissenserwerb erhöht die Sicherheit für die Beschäftigten und Patienten.

Und ich denke, alle Versicherten werden mir beipflichten, dass 30 bis 50 Euro, auf die sie verzichten, nicht zu viel sind, um in Zukunft zu vermeiden, dass 1.060 Familien einen geliebten Menschen verlieren.

 

Josef Nikl

GÖD-Fachbereich Gesundheitswesen

 

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Schlagzeilen

Erweiterung der Liste der Berufskrankheiten

Das Bundeskabinett hat am 5. November 2014 eine Verordnung zur Erweiterung der anerkannten  Berufskrankheiten um vier  vier neue Krankheiten als Berufskrankheiten beschlossen.

Hieraus erfolgen für Betroffene Ansprüche auf Heilbehandlung aus der gesetzlichen Unfallversicherung und ggf. Geldleistungen bei Arbeitsunfähigkeit oder dauerhafter erwerbsminderung.

  • Bestimmte Formen des so genannten „weißen Hautkrebses“ (Plattenepithelkarzinome) oder dessen Vorstufen (multiple aktinische Keratosen) durch langjährige Sonneneinstrahlung
  • Carpaltunnel-Syndrom (Druckschädigung eines in einem knöchernen Tunnel im Unterarm verlaufenden Nervs) durch bestimmte manuelle Tätigkeiten
  • Hypothenar-Hammer-Syndrorm und Thenar-Hammer-Syndrom (Gefäßschädigung der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung)
  • Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe

Diese Verordnung bedarf noch der Zustimmung der Länder.  Betroffene können sich aber bereits vorab bei ihren Unfallversicherungen melden.

Link zur Verordnung auf der Homepage des BMAS