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Luftbild Kliniken Erlabrunn-148

Einigung bei Tarifverhandlungen für die Kliniken Erlabrunn

Am 12. Januar 2016 haben die Geschäftsführung der Kliniken Erlabrunn gGmbH und die Verhandlungskommission der Gewerkschaft GÖD nach zähen Verhandlungen folgendes Tarifergebnis mit Wirkung ab dem 01.01.2016 erzielt.

  • Erhöhung der Tabellenentgelte um 3,1 % ab Januar 2016
  • Einmalzahlung im Mai 2016 über 200,-- € (Teilzeitkräfte anteilig)
  • Erhöhung der Zeitzuschläge:
  • Sonntagszuschlag von bisher 20 % auf 25 %
  • Feiertagszuschlag von bisher 30 % auf 35 %
  • Nachtzuschlag von bisher 1,50 € auf 2,00 € / Nachtarbeitsstunde
  • Neben dem 24. Dezember ist künftig auch der 31. Dezember arbeitsfrei.
  • Erhöhung der Schichtzulage
    • Zulage I von bisher 90,-- € auf 100,-- €
    • Zulage II von bisher 60,-- € auf 75,-- €
    • Zulage III von bisher 40,-- € auf 50,-- €
    • Zulage IV von bisher 35,-- € auf 40,-- €
  • Zusatzurlaub für tatsächlich geleistete Bereitschaftsdienste:
    • für 45 Bereitschaftsdienste 1 Tag
    • für 75 Bereitschaftsdienste 2 Tage
  • Zulage für jeden tatsächlich geleisteten Bereitschaftsdienst in Höhe von 25,00 €
  • Zulagen zur Anerkennung von Qualifikationen wie etwa Praxisanleiter und Mentorentätigkeit, Palliative Care, Pain Nurse usw.
  • Eingruppierung von Funktionsfachpersonal, Gesundheits- und Krankenpfleger/in und Krankenschwester/ pfleger mit Tätigkeit im OP nach 3-jähriger Tätigkeit in Entgeltgruppe 7.
  • Volle Anerkennung der außerhalb der Kliniken Erlabrunn erbrachten Berufsjahre bei Neueinstellungen

Mit diesem Verhandlungsergebnis wurde ein fairer Kompromiss zwischen den berechtigten Interessen der Beschäftigten und der wirtschaftlichen Situation des Hauses gefunden, so der Verhandlungsführer Raymund Kandler.

Aus der umfangreichen in der Tarifkommission erarbeiteten Gesamtforderung konnte trotz einiger offener Punkte ein vertretbares Ergebnis erzielt werden, so die Mitglieder der Tarifkommission, Andy Springer, Patrick Martin und Stefanie Unger weiter.

Erlabrunn, den 13. Januar 2016

 

Fachverbände / Fachbereiche

Gesundheitswesen und Soziales

Wach- und Sicherheitsgewerbe


Schlagzeilen

ARBEITNEHMERFREIZÜGIGKEIT

Zum 1. Mai 2011 endet die siebenjährige Übergangszeit für die acht osteuropäischen Staaten, die 2004 der EU beigetreten sind und die damit verbundenen Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU. Dies sind Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Die Bürger dieser Staaten können sich damit künftig frei auf dem deutschen Arbeitsmarkt bewerben. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt als eine der Grundfreiheiten in der EU - neben dem freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit rechnet mit rund 100.000 Menschen, die wegen der Freizügigkeit pro Jahr zusätzlich nach Deutschland kommen werden.
Vor diesem Hintergrund ist es äußerst wichtig, für weitere Branchen im Rahmen des Arbeitnehmerentsendegesetzes Mindestlöhne festzusetzen, die von in- und ausländischen Unternehmen und Betrieben nicht unterschritten werden dürfen.  Dies gilt insbesondere für das Wach- und Sicherheitsgewerbe und die Zeitarbeit.