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Ergebnisse zur Tarifrunde 2019 bei den Kliniken Erlabrunn

 

DiLuftbild Kliniken Erlabrunn-148e Tarifverhandlungen 2019 für die nichtärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken Erlabrunn gGmbH konnten am 4. April zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden.

 

Die Kliniken Erlabrunn wurden durch die Geschäftsführerinnen Frau Dr. oec. Constanze Fisch, Frau Dipl.-Ök. Heidrun Ballmann und die Personalleiterin Frau Katja Rummrich vertreten. Die GÖD war durch den Bundesvorsitzenden Raymund Kandler, den Tarifsekretär Wolfgang Schneider und der Tarifkommission der GÖD vertreten.

 

 

Unter Berücksichtigung des guten Wirtschaftsergebnisses des vergangenen Jahres und der positiven Prognosen für 2019 konnte in mehreren, teilweise harten Verhandlungsschritten folgendes Ergebnis erreicht werden:

 

  • Anhebung des Jahresurlaubs für alle Mitarbeiter um einen Tag von bisher 27 Arbeitstagen ab Beschäftigungsbeginn auf 28 Tage, Anhebung auf 29 Tage nach dem 5. Beschäftigungsjahr und auf 30 Tage nach dem 10. Beschäftigungsjahr.

  • Anhebung der Vergütung der Auszubildenden um 100,00 €

  • Erhöhung der Grundvergütung in den Tarifgruppen der E-Tabelle ( Pflege) um 8 % mit Ausnahme der E 10 (5 %) und der E 12 (10 %)

  • Altenpfleger werden künftig wie GKP in die Entgeltgruppe E 9 eingruppiert

  • Die Entgelte der Versorgungs- und Sterilisationsassistenten der Entgeltgruppen F 4.6 und F 4.5 werden um 10 % erhöht

  • Alle anderen Mitarbeiter erhalten eine Erhöhung um 5 %

  • Der Zusatzurlaub für Nacht / Bereitschaftsdienste wurde von bisher 2 auf maximal 4 Tage erhöht und die Schwellenwerte der hierfür notwendigen Schichten wurden von bisher 45 bzw. 75 Nacht- /Bereitschaftsdiensten deutlich reduziert auf:

     

    • 1 Tag   ab 19 Nacht- / Bereitschaftsdiensten

    • 2 Tage ab 38 Nacht- / Bereitschaftsdiensten

    • 3 Tage ab 57 Nacht- / Bereitschaftsdiensten

    • 4 Tage ab 75 Nacht- / Bereitschaftsdiensten

       

Aus den in der vorhergehenden Mitgliederversammlung gesetzten Verhandlungsschwerpunkten konnte die Forderungen nach einer Jahressonderzahlung aufgrund der aktuellen Unwägbarkeiten der gesetzlichen Vorgaben zur evtl. Refinanzierung nicht umgesetzt werden.

 

Stattdessen konnte das Inkrafttreten der Erhöhungen statt dem 01.07.2019 auf den 01.04.2019 vorgezogen werden mit einer Laufzeit des Tarifvertrages bis zum 31.03.2020.

 

Darüber hinaus wurde der Gesundheitsbonus für Mitglieder der vertragsschließenden Gewerkschaft GÖD mit Sitz in München in Höhe von halbjährlich 75,00 € auf zwei Mal 100,-- € erhöht, zahlbar jeweils im März und September. Dieser Bonus muss von den Mitgliedern der GÖD nicht mehr beantragt werden sondern wird automatisch ausgezahlt.

 

Das Tarifergebnis ist als fairer Kompromiss zwischen den berechtigten Interessen der Beschäftigten und der wirtschaftlichen Situation des Hauses und damit als deutlicher Erfolg für die Verhandlungsführung der GÖD zu werten.

 

Besonderer Dank gilt der Tarifkommission, die durch ihre hervorragende Vorbereitung und Begleitung der Tarifverhandlungen einen wesentlichen Anteil an dem erfolgreichen Tarifabschluss geleistet hat.

 

München, im April 2019

 

 

Fachverbände / Fachbereiche

Gesundheitswesen und Soziales

Wach- und Sicherheitsgewerbe


Schlagzeilen

Erweiterung der Liste der Berufskrankheiten

Das Bundeskabinett hat am 5. November 2014 eine Verordnung zur Erweiterung der anerkannten  Berufskrankheiten um vier  vier neue Krankheiten als Berufskrankheiten beschlossen.

Hieraus erfolgen für Betroffene Ansprüche auf Heilbehandlung aus der gesetzlichen Unfallversicherung und ggf. Geldleistungen bei Arbeitsunfähigkeit oder dauerhafter erwerbsminderung.

  • Bestimmte Formen des so genannten „weißen Hautkrebses“ (Plattenepithelkarzinome) oder dessen Vorstufen (multiple aktinische Keratosen) durch langjährige Sonneneinstrahlung
  • Carpaltunnel-Syndrom (Druckschädigung eines in einem knöchernen Tunnel im Unterarm verlaufenden Nervs) durch bestimmte manuelle Tätigkeiten
  • Hypothenar-Hammer-Syndrorm und Thenar-Hammer-Syndrom (Gefäßschädigung der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung)
  • Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe

Diese Verordnung bedarf noch der Zustimmung der Länder.  Betroffene können sich aber bereits vorab bei ihren Unfallversicherungen melden.

Link zur Verordnung auf der Homepage des BMAS