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Lohn- und Gehaltstarifvertrag für das private und teilkommunale Omnibusgewerbe in Niedersachsen Flyer laden

am 15. Juni 2018 fand das Tarifgespräch zum Lohn- und Gehaltstarifvertrag zwischen Vertretern des Arbeitgeberverbandes „Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen e.V. (GVN)" und der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) statt.

 

Ergebnis der Tarifverhandlungen GVN - Wirksam ab 01.09.2018:

a) Entgelterhöhung

              Ab 01.09.2018                    4,5 %

              Ab 01.09.2019                    4,4 %

              Ab 01.09.2020                     2,1 %

 b) Tankgutscheine

 Mitglieder der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) erhalten nun 5 x Jährlich einen Tankgutschein in Höhe von je 44,00 €. Teilzeitbeschäftigte entsprechend Ihrer Arbeitszeit. DieAuszahlung erfolgt mit dem Entgelt des Monats Februar, Mai, August, Oktober und Dezember. Das bedeutet 220,00 € steuerfrei im Jahr.

c.) Erhöhung der Ausbildungsvergütung

 

 

ab dem

01.05.2018

ab dem

01.05.2019

ab dem

01.05.2020

im 1. Ausbildungsjahr

690,00 €

720,00 €

750,00 €

im 2. Ausbildungsjahr

733,00 €

763,00 €

783,00 €

im 3. Ausbildungsjahr

776,00 €

806,00 €

836,00 €

im 4. Ausbildungsjahr

776,00 €

806,00 €

836,00 €

 

Ein super Erfolg.

GÖD Mitglied sein, lohnt sich eben!

 

V.i.S.d.P.: Jörg Stadler, GÖD Bundesverband, Pelkovenstraße 51, 80992 München

 

 

 

 

 

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Schlagzeilen

BAG ermöglicht sachgrundlose Befristung bei mehr als drei Jahren zurückliegender Zuvor-Beschäftigung!

Mit seiner Entscheidung vom 4. April hat das Bundesarbeitsgericht eine gravierende Änderung für befristete Arbeitsverträge herbeigeführt.

Gem. § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine kalendermäßigen Befristung ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber zuvor kein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Dies wurde bisher so ausgelegt, dass bei einer - auch über viele Jahre zurückliegenden - früheren Beschäftigung beim selben Arbeitgeber eine wirksame sachgrundlose kalendermäßige Befristung nicht mehr möglich ist.

Entsprechende befristete Arbeitsverträge wurden damit als unbefristet bewertet.

Nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 4. April 2011 ( Az: 7 AZR 716/09) ist nun auch eine sachgrundlose Befristung bis zu zwei Jahren möglich, wenn eine frühere Beschäftigung des Arbeitnehmers beim selben Arbeitgeber mehr als drei Jahre zurückliegt.

Dadurch soll nach Ansicht des 7. Senats verhindert werden, dass das dauerhafte Beschäftigungsverbot ein Einstellungshindernis darstellt.

Die Regelung des § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG soll den Arbeitgebern ermöglichen, auf schwankende Auftragslagen und wechselnde Marktbedingungen flexibel zu reagieren. Daneben soll für Arbeitnehmer die Möglichkeit der Dauerbeschäftigung geschaffen werden.

Raymund Kandler