fachverbaende.goed-online.de

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Fachbereich Wach- und Sicherheitsgewerbe

Tarifabschluss für Sicherheitsmitarbeiter in Niedersachsen

Die Verhandlungsführer der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) und der Landesgruppe Niedersachsen des Bundesverbandes Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen e.V. (BDWS) haben sich auf einen Tarifvertrag geeinigt, in dem Lohnerhöhungen in drei Stufen von durchschnittlich etwa 7,5 % bis Januar 2013 geregelt sind.

Mit Einführung des Mindestlohnes im Wach- und Sicherheitsgewerbe zum 1. Juni 2011 wird für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Niedersachsen der neue Tarifvertrag in Kraft gesetzt. Er gilt bis zum 31. Dezember 2013 und entspricht damit der Laufzeit des Mindestlohntarifvertrages. Während dieser Zeit werden die Löhne in drei Stufen, zum 1. Juni 2011 um durchschnittlich 2,5%, zum 1. März 2012 um durchschnittlich 1,5 % und zum 1. Januar 2013 im Schnitt nochmals um 2,3 %, angehoben.

Auch die Vergütung der Auszubildenden wird in den drei Stufen deutlich erhöht. Das Tarifergebnis sichert den Beschäftigten auf absehbare Zeit klare Perspektiven in der weiteren Einkommensentwicklung und bietet insgesamt auch die Möglichkeit, längerfristig Arbeitsplätze zu sichern. „Der Tarifabschluss stellt zudem sicher, dass sich Qualifizierung und Leistung im Wach- und Sicherheitsgewerbe nach wie vor lohnt und entsprechende Anreize bestehen, sich fort- und weiterzubilden“, verdeutlicht Ullrich Vogler, Mitglied der Verhandlungskommission der GÖD.

Auch nach dem Neuabschluss liegen die Löhne in nahezu allen Entgeltgruppen deutlich über dem ab 1. Juni geltenden Mindestlohn im Bewachungsgewerbe. So sieht der Mindestlohn ab Juni für die unterste Entgeltgruppe 7,26 € vor. Ein Revierfahrer in Niedersachsen bekommt aber bereit jetzt schon 9,10 € und zum 1. Juni wird deren Stundenlohn um 2,3 % erhöht.

Die Tarifparteien werden sich auch weiterhin aktiv für die Umsetzung der Tariflöhne einsetzen. „Auch die Auftraggeber müssen erkennen, dass Sicherheitsdienstleistungen ihren Preis haben“, so Vogler abschließend.

 

Bundeskabinett beschließt Mindestlohn im Wach- und Sicherheitsgewerbe

Das Bundekabinett hat am 4. Mai eine Rechtsverordnung beschlossen, wonach für das Wach- und Sicherheitsgewerbe ab 1. Juni 2011 ein gesetzlicher Mindestlohn gilt.

Damit werden in- und ausländische Arbeitgeber in der Wach- und Sicherheitsbranche verpflichtet, ihren in Deutschland beschäftigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Mindestlohn zu zahlen. In Deutschland  betrifft dies rund 170.000 Personen.

Weiterlesen...
 

Unternehmerpreis 2010 für die GSE – Protect mbH

Am 27.10.10 wurde in Potsdam der Unternehmerpreis in vier Kategorien verliehen. 107 Brandenburger Unternehmen hatten sich um einen der begehrten Preise in den vier Kategorien beworben.

In der Kategorie „Gesellschaftliches Engagement“ wurde durch die Jury das Sicherheitsunternehmen GSE-Protect mbH ausgezeichnet.

Weiterlesen...
 


Seite 4 von 4

Fachverbände / Fachbereiche

Gesundheitswesen und Soziales

Wach- und Sicherheitsgewerbe


Schlagzeilen

ARBEITNEHMERFREIZÜGIGKEIT

Zum 1. Mai 2011 endet die siebenjährige Übergangszeit für die acht osteuropäischen Staaten, die 2004 der EU beigetreten sind und die damit verbundenen Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU. Dies sind Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Die Bürger dieser Staaten können sich damit künftig frei auf dem deutschen Arbeitsmarkt bewerben. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt als eine der Grundfreiheiten in der EU - neben dem freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit rechnet mit rund 100.000 Menschen, die wegen der Freizügigkeit pro Jahr zusätzlich nach Deutschland kommen werden.
Vor diesem Hintergrund ist es äußerst wichtig, für weitere Branchen im Rahmen des Arbeitnehmerentsendegesetzes Mindestlöhne festzusetzen, die von in- und ausländischen Unternehmen und Betrieben nicht unterschritten werden dürfen.  Dies gilt insbesondere für das Wach- und Sicherheitsgewerbe und die Zeitarbeit.