fachverbaende.goed-online.de

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Einkommenserhöhung für das private Wach- und Sicherheitsgewerbe im Freistaat Sachsen bis 12 %

Nach der gravierenden Erhöhung der Entgelte für die Jahre 2017 bis 2018 hat die Gewerkschaft GÖD am 13. November 2018
mit der Landesgruppe Sachsen im BDSW nach konstruktiven und in einzelnen Bereichen  schwierigen Verhandlungen
für das Jahr 2019 eine Einigung mit folgenden Eckpunkten erzielt:

  • Erhöhung der Stundengrundlöhne der Vergütungsgruppe 1 (Objektschutzdienst usw.)  um 5,2 % von aktuell 9,50 € auf 10,00 €
  • Erhöhung der Stundengrundlöhne der Vergütungsgruppe 2 (Interventions / Revierdienst usw. ) um 5,05 % von aktuell 9,90 € auf 10,40 €
  • Erhöhung der Stundengrundlöhne der Vergütungsgruppe 3 um 9,62 % von aktuell 10,40 €  auf 11,40 €
  • Erhöhung der Stundengrundlöhne der Vergütungsgruppe 4 um 12,15 % von 10,70 € auf 12,00 €
  • der mobile Streifendienst (Fahrgastkontrolleure) wird unter Berücksichtigung
    der besonderen Konfliktgefahren in Vergütungsgruppe 2 höhergruppiert (Erhöhung um 9,47 % von bisher 9,50 € auf 10,40 €)
  • Die Lohngruppe Meister für Schutz und Sicherheit, wird neu aufgenommen und mit einem Grundlohn von 16,00 € vergütet.
  • Die Zuschläge bleiben unverändert bei 5 % (Nachtzuschlag), 25 % (Sonntagszuschlag) und 50 % (Feiertagszuschlag)
  • Die Ausbildungsvergütungen steigen zum 1.01.2019 steigen zwischen 9% und 14,5 %
    auf 600,00 € im ersten, 650 € im zweiten und 710 € im dritten Lehrjahr.

Dieser Erfolg ist insbesondere der großen Sachkompetenz der Mitglieder der  GÖD-Tarifkommission zu verdanken.

Dresden / München, im November 2018

 

Fachverbände / Fachbereiche

Gesundheitswesen und Soziales

Wach- und Sicherheitsgewerbe


Schlagzeilen

UNZULÄSSIGKEIT SOGENANNTER ABSTANDSKLAUSELN

Das BAG hat in seiner Entscheidung vom 23.3.2011 - 4 AZR 366/09 entschieden, dass es unzulässig ist, in einem Tarifvertrag einen festen Abstand von Sonderleistungen festzuschreiben, der als fester "Vorsprung" nur Gewerkschaftsmitgliedern zusteht. Demgegenüber ist eine tarifvertragliche Klausel, in der eine Sonderleistung für Gewerkschaftsmitglieder vereinbart ist, (sog. einfache Differenzierungsklausel), zulässig und wirksam (BAG v. 18. März 2009, 4 AZR 64/08)