fachverbaende.goed-online.de

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Gemeinsam in die Zukunft gehen!

Das geflügelte Wort der „vertrauensvollen Zusammenarbeit“ ist nicht überall eine leere Phrase.
Im Bereich des neuen Bundesamtes für Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw), welches in der Kölner Lüttich-Kaserne seinen Hauptsitz hat, wird das in § 2 Bundespersonalvertretungsge-setz (BPersVG) verankerte Leitmotiv auch tatsächlich gelebt.
Der Präsident des neuen Bundesamtes, Herr Georg STUKE, lud für den 28.02.2013, die in seinem Bereich vertretenden Gewerkschaften (ver.di, DBwV, VBB, VAB und GÖD) zu einem Gedankenaustausch zwecks Organisationsplanung  für die anstehenden Personalratswahlen ein.

Die Bundesoberbehörde selbst ist in Köln, Bonn, Sankt Augustin, Sieg-burg und Willich zu finden und hat personell eine Sollstruktur von mehr als 3.000 Dienstposten.
Die Personaldezernate der sich auflösenden Wehrbereichsverwaltun-gen in Düsseldorf, Hannover, Stuttgart und Strausberg bilden als Servicezentren zudem weitere Außenstellen.
Unmittelbar nachgeordnet als Unterbau sind die 16 Karrierecenter (davon je 8 mit/ohne Assessment[1]), 110 ständig besetzte Karriere-beratungsbüros und 85 Standortteams BFD.

Unter der Annahme, dass sich mindesten eine Außenstelle des BAPersBw nach § 6 BPersVG verselbständigt[2], stehen zukünftig zur Wahl an:

  • Bezirkspersonalrat (BPR) wg. nachgeordneter Nachwuchsge-winnungsorganisation
  • Gesamtpersonalrat (GPR) als Klammer für die Gesamtdienst-stelle (das Bundesamt als Bundesoberbehörde)
  • Mindestens zwei örtliche Personalräte (ÖPR) beim „Mutter-haus“ in Köln und in einer Außenstelle

Der örtliche Wahlvorstand in Köln beim „Mutterhaus“ soll einver-nehmlich Mitte Mai 2013 in einer Personalversammlung der Ge-samtdienststelle durch alle Beschäftigten gewählt werden.
Danach könnten sich die Außenstellen „verselbständigen“ und der Präsident des BAPersBw hätte einen Gesamtwahlvorstand zu be-stellen.
Eine Einsetzung des Bezirkswahlvorstandes erfolgt nach BPersVG ebenfalls durch die Leitung des Bundesamtes.

Die Wahlvorstände werden jeweils aus 5 Personen (je 2 Soldatin-nen/Soldaten, 2 Beamtinnen/Beamte und 1 Arbeitnehmer/in) bestehen, so dass alle Statusgruppen entsprechend ihres Per-sonalbestandes vertreten sind. Eine angemessene Verteilung der Plätze auf alle Gewerkschaften konnte am 28.02.2013 ebenfalls erreicht werden.

Die anstehenden Wahlen dürften somit unstrittig und vor allem zügig im Bereich des BAPersBw durchgeführt werden können.

Der besondere Dank gilt Herrn Georg Stuke, der als Präsident des neuen Bundesamtes die Zeichen der Zeit erkannt hat!

Uwe Erlach -   Köln, 04.03.2013
--------------------------------------------------

[1] Eignungsfeststellung
[2] Verselbständigung ist vor Ort mehrheitlich durch  jede Gruppe (Beamte, Arbeitnehmer und Soldaten) geheim
   zu beschließen,  nachdem der Wahlvorstand beim Bundesamt sich in seiner Zusammensetzung bekanntge-
   geben hat
 

Schlagzeilen

Erweiterung der Liste der Berufskrankheiten

Das Bundeskabinett hat am 5. November 2014 eine Verordnung zur Erweiterung der anerkannten  Berufskrankheiten um vier  vier neue Krankheiten als Berufskrankheiten beschlossen.

Hieraus erfolgen für Betroffene Ansprüche auf Heilbehandlung aus der gesetzlichen Unfallversicherung und ggf. Geldleistungen bei Arbeitsunfähigkeit oder dauerhafter erwerbsminderung.

  • Bestimmte Formen des so genannten „weißen Hautkrebses“ (Plattenepithelkarzinome) oder dessen Vorstufen (multiple aktinische Keratosen) durch langjährige Sonneneinstrahlung
  • Carpaltunnel-Syndrom (Druckschädigung eines in einem knöchernen Tunnel im Unterarm verlaufenden Nervs) durch bestimmte manuelle Tätigkeiten
  • Hypothenar-Hammer-Syndrorm und Thenar-Hammer-Syndrom (Gefäßschädigung der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung)
  • Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe

Diese Verordnung bedarf noch der Zustimmung der Länder.  Betroffene können sich aber bereits vorab bei ihren Unfallversicherungen melden.

Link zur Verordnung auf der Homepage des BMAS