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„Neue Besen kehren gut"

Die neue Bundesministerin Ursula von der Leyen packt es an.

Angesichts des demografischen Wandels steht die Bundeswehr am Beginn tiefgreifender Veränderungen in der Arbeitswelt und auf dem Arbeitsmarkt. Ihre Auftragserfüllung hängt aus personeller Sicht auch maßgeblich davon ab, wie sie die Attraktivität und damit die Wettbewerbsfähigkeit als Arbeitgeber Bundeswehr stärken und dauerhaft sicherstellen kann. Hierfür stehen im Vordergrund eine erfolgreiche Personalgewinnung und ein zukunftsfähiges Personalmanagement. Darüber hinaus müssen begleitend soziale und materielle Rahmenbedingungen geschaffen werden, um insgesamt als attraktiver und wettbewerbsfähiger Arbeitgeber zu überzeugen.

Im Zuge der Neuausrichtung unserer Bundeswehr wurden bereits Schritte in die richtige Richtung unternommen und erste Maßnahmen umgesetzt. Die derzeit aber zersplitterte Wahrnehmung der „Attraktivität" im Bereich des BMVg wird der Komplexität dieser Herausforderung jedoch nur in Teilen gerecht.

Aus diesem Grunde hat die Bundesministerin das Steuerboard „Agenda Attraktivität – Auftragserfüllung und Wettbewerbsfähigkeit" im Bundesministerium der Verteidigung eingerichtet.

Unter der Leitung des Staatssekretär Gerd Hoofe werden in diesem Gremium, dem alle Abteilungsleiter des BMVg angehören, die Verantwortlichen an einer Stelle zusammengeführt und alle Maßnahmen und Aktivitäten für mehr Attraktivität in der Bundeswehr erarbeitet, die dann zeitnah in der laufenden Legislaturperiode umgesetzt werden sollen.

Wir als Gewerkschaft GÖD bieten natürlich auch eine konstruktive Unterstützung für die anstehen Arbeiten an. Im Rahmen der vertrauensvollen Zusammenarbeit ist auch schon von Seiten des Verantwortlichen alsbald beabsichtigt, uns die Arbeit dieser Projektgruppe eingehender vorzustellen.

Jörg Stadler

 

Schlagzeilen

UNZULÄSSIGKEIT SOGENANNTER ABSTANDSKLAUSELN

Das BAG hat in seiner Entscheidung vom 23.3.2011 - 4 AZR 366/09 entschieden, dass es unzulässig ist, in einem Tarifvertrag einen festen Abstand von Sonderleistungen festzuschreiben, der als fester "Vorsprung" nur Gewerkschaftsmitgliedern zusteht. Demgegenüber ist eine tarifvertragliche Klausel, in der eine Sonderleistung für Gewerkschaftsmitglieder vereinbart ist, (sog. einfache Differenzierungsklausel), zulässig und wirksam (BAG v. 18. März 2009, 4 AZR 64/08)