fachverbaende.goed-online.de

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Die erste Frau an der Spitze des Verteidigungsministeriums

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht unsere neue Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen in den Medien zu sehen ist und Schlagzeilen macht.

Die ersten Personalmaßnahmen sind auch schon (aufgrund der finanziell aus dem Ruder gelaufenen Rüstungsvorhaben) getroffen. Der Staatssekretär Beemelmans und der Abteilungsleiter „Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung in der Bundeswehr" (AINBw), Herr Selhausen, mussten gehen. Vielleicht folgen ja noch weitere, die bei der Abarbeitung der Krise „auffällig" werden.

Für die Mitarbeiter der Bundeswehr, die über 24 Jahre Reformen erleben durften, ist die neue Bundesministerin vielleicht der neue Stern am Himmel. Mit Umsicht und Augenmaß möchte Sie die Neuausrichtung weiter vorantreiben. Dabei aber die persönlichen Belange der Bundeswehrmitarbeiter und Ihren Familienangehörigen nicht aus dem Auge lassen.

Aufgrund der vorherigen Tätigkeiten sind „Vereinbarkeit von Familie und Beruf" ja sicher auch für sie keine Fremdwörter.

Aufgrund der schon einige Jahrzehnte dauernden Neuausrichtung der Bundeswehr sind die Mitarbeiter des Ressorts aber sehr sensibel geworden. Motivation ist teilweise schon nicht mehr erkennbar.

Hier hat die neue „Chefin" noch enorm viel zu tun.

Der langsam Gestalt angenommene Binnenarbeitsmarkt Bundeswehr trägt sicher zur Attraktivität als Arbeitgeber Bundeswehr bei, man sollte aber einige Planungen wie zum Beispiel die Zukunft der Ausbildungswerkstätten (hier im Hinblick auf Verjüngung des Personals und zur Schaffung von militärischem Nachwuchs) noch grundlegend überdenken.

Wir als GÖD, wünschen der neuen Bundesministerin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit und immer eine glückliche Hand bei ihren Entscheidungen.

Jörg Stadler

stellv. Bundesvorsitzender

und Vorsitzender Bundesfachverband Bundeswehr

 

Schlagzeilen

UNZULÄSSIGKEIT SOGENANNTER ABSTANDSKLAUSELN

Das BAG hat in seiner Entscheidung vom 23.3.2011 - 4 AZR 366/09 entschieden, dass es unzulässig ist, in einem Tarifvertrag einen festen Abstand von Sonderleistungen festzuschreiben, der als fester "Vorsprung" nur Gewerkschaftsmitgliedern zusteht. Demgegenüber ist eine tarifvertragliche Klausel, in der eine Sonderleistung für Gewerkschaftsmitglieder vereinbart ist, (sog. einfache Differenzierungsklausel), zulässig und wirksam (BAG v. 18. März 2009, 4 AZR 64/08)