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Unzufriedenheit auf den Feuerwachen bahnt sich an!

Durch die Dienstpostenanhebungen im Bereich der Bundeswehrfeuerwehren entsteht neue Unzufriedenheit bei den Kolleginnen und Kollegen auf den Wachen.

Auf jeden Fall begrüßen wir die Anhebungen der Dienstposten auf A9m bzw. A9mZ, sind sie doch längst überfällig. Man uns über Jahrzehnte einfach vergessen hatte.

Doch nicht alles was glänzt, ist auch Gold. Das derzeitige Beurteilungssystem sieht folgende Quotierung vor:

10%-S Beurteilung,

20%-1er Beurteilung,

20%-2er Beurteilung

und die Verteilung der restlichen 50% auf die weiteren Noten 3 und schlechter.

Aber wo liegt jetzt das Problem? Aufgrund der Beurteilung bzw. Quotierung kann es dazu kommen, dass eine große Anzahl Feuerwehrkollegen, die einen Dienstposten nach A8 bzw. A9 besetzen, bei den Ausschreibungen zu A9 bzw. A9mZ stark benachteiligt werden.

Wie stellt sich das jetzt dar:

Ein Beamter A9 mit jahrelanger Führungsaufgabe und einer 3er oder sogar einer 2er Beurteilung verliert die Ausschreibung auf einen A9mZ Dienstposten, weil ein Beamter mit einer A8 Besoldung und einer S-Beurteilung das Ausschreibungsverfahren gewinnt. Die Beurteilung des A8er Beamten würde in dem Fall nämlich um eine Note abgeschwächt. Damit hat er aber immer noch eine bessere Beurteilung als der A9er Beamte mit einer 2er Beurteilung. Das Gleiche trifft ebenfalls zu, wenn sich A7er Beamte auf einen A9er Dienstposten bewerben. Dies ist bereits mehrfach geschehen.

Nach derzeit geltendem Recht ist dies vollkommen problemlos möglich und auch Praxis.

Hier gilt es nun, dass alle Gewerkschaften und Verbände dem entgegenwirken, um eine gerechtere Quotierung herbeizuführen.

Die GÖD wird sich hier nun stark machen und an den entsprechenden Stellen in den Ministerien vorsprechen.

Verantw.: Rüdiger Laux - Beamtenvertreter GÖD-Bundesfachverband Bundeswehr

 

Schlagzeilen

ARBEITNEHMERFREIZÜGIGKEIT

Zum 1. Mai 2011 endet die siebenjährige Übergangszeit für die acht osteuropäischen Staaten, die 2004 der EU beigetreten sind und die damit verbundenen Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU. Dies sind Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Die Bürger dieser Staaten können sich damit künftig frei auf dem deutschen Arbeitsmarkt bewerben. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt als eine der Grundfreiheiten in der EU - neben dem freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit rechnet mit rund 100.000 Menschen, die wegen der Freizügigkeit pro Jahr zusätzlich nach Deutschland kommen werden.
Vor diesem Hintergrund ist es äußerst wichtig, für weitere Branchen im Rahmen des Arbeitnehmerentsendegesetzes Mindestlöhne festzusetzen, die von in- und ausländischen Unternehmen und Betrieben nicht unterschritten werden dürfen.  Dies gilt insbesondere für das Wach- und Sicherheitsgewerbe und die Zeitarbeit.