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EU-Abgeordneter Markus Ferber zu Besuch beim Bundesfachverband Flughäfen

 

Markus Ferber, MdEP, steht Rede und Antwort

 

Mitte März fand die Sitzung des Bundesfachverbandes Flughäfen Deutschland der GÖD am Flughafen München statt. Zu dieser Veranstaltung konnte Bernhard Plath, der Vorsitzende des Bundesfachverbandes, das Mitglied des Europäischen Parlaments (MdEP) Markus Ferber, gewinnen. Gemeinschaftlich mit betroffenen Kollegen sollte mit ihm unter anderem die Problematik der Liberalisierungspläne der EU bei Bodenverkehrsdienstleistungen, insbesondere deren mögliche Auswirkungen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, diskutiert werden. Die Sitzung wurde vom 2. Vorsitzenden des Bundesfachverbandes, Manfred März, geleitet und von Raymund Kandler, Bundesvorsitzender der GÖD, begleitet.

MdEP Ferber berichtete über den aktuellen Sachstand und wollte insbesondere von den anwesenden Mitarbeitern wissen, wie Sie die Vorschläge der Kommission sehen. Ferber erläuterte, dass er die derzeitigen Vorschläge des Verkehrsausschusses nicht akzeptabel findet. Jedoch gibt es starke Bestrebungen aus unterschiedlichen Richtungen, die eine Verschärfung der Richtlinie fordern. Leider wird dies auch durch EU-Kommissar Kallas forciert. Als ein wesentliches Thema nannte Ferber den Sicherheitsaspekt bei der Thematik Bodenabfertigungsdienste. „Neben der Abfertigungsqualität ist der Schutz der Arbeitnehmerrechte ein essentieller Bestandteil meiner Arbeit. Leider wird in personalintensiven Arbeitsbereichen durch verschiedene Kräfte primär die Arbeitnehmerschaft für Einsparungen gesehen. Auch ist der Druck von außen auf die Kommission sehr stark“, so Ferber. Es ist mehr als fraglich, ob man das demografische Problem im Bereich der Bodendienste unter der Vorgabe „hohe Personalqualität zu immer geringeren Löhnen“ in den Griff bekommen kann.

 

Auf die Frage, warum es in der Kommission Uneinigkeit hinsichtlich der Ablehnung der weiteren Liberalisierungsideen gibt, erläutert Ferber, dass es für viele Länder die Problematik von Flughäfen wie München und Frankfurt nicht gibt, da man dort bereits mehrere Wettbewerber hat. Dies ist den dort herrschenden Gegebenheiten geschuldet. Ferber betonte, dass er selbst nicht von der Notwendigkeit einer weiteren Marktöffnung überzeugt ist. Ebenfalls stünden weitere Entscheidungen der Kommission wie beispielsweise zum Thema „Slots“ an.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden noch Themen wie Quersubventionierung oder die möglichen Auswirkungen bei der Ausdehnung der Geschäftsaktivitäten von „flughafeneigener Bodenabfertigung“ auf andere Flughäfen besprochen. Auch das Thema der „EU-Verordnung 185/2010“ hinsichtlich der Zertifizierung der Sicherheitsmitarbeiter wie z.B. der SGM am Flughafen München oder der Luftsicherheitsassistenten-/innen am Flughafen Frankfurt wurde thematisiert.

 

Im Nachgang zu dem sehr interessanten Gespräch mit MdEP Ferber waren sich die Teilnehmer einig, dass die GÖD weiterhin gegen die Liberalisierungspläne der EU kämpfen wird.

 

Schlagzeilen

Erweiterung der Liste der Berufskrankheiten

Das Bundeskabinett hat am 5. November 2014 eine Verordnung zur Erweiterung der anerkannten  Berufskrankheiten um vier  vier neue Krankheiten als Berufskrankheiten beschlossen.

Hieraus erfolgen für Betroffene Ansprüche auf Heilbehandlung aus der gesetzlichen Unfallversicherung und ggf. Geldleistungen bei Arbeitsunfähigkeit oder dauerhafter erwerbsminderung.

  • Bestimmte Formen des so genannten „weißen Hautkrebses“ (Plattenepithelkarzinome) oder dessen Vorstufen (multiple aktinische Keratosen) durch langjährige Sonneneinstrahlung
  • Carpaltunnel-Syndrom (Druckschädigung eines in einem knöchernen Tunnel im Unterarm verlaufenden Nervs) durch bestimmte manuelle Tätigkeiten
  • Hypothenar-Hammer-Syndrorm und Thenar-Hammer-Syndrom (Gefäßschädigung der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung)
  • Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe

Diese Verordnung bedarf noch der Zustimmung der Länder.  Betroffene können sich aber bereits vorab bei ihren Unfallversicherungen melden.

Link zur Verordnung auf der Homepage des BMAS