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Präsident des Europäischen Parlaments gegen weitere Marktliberalisierung an Flughäfen

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlamentes, bei der Betriebsversammlung in FRAPORT

Martin Schulz

Martin Schulz hat sich auf der Betriebsversammlung der Fraport AG am Flughafen Frankfurt in aller Deutlichkeit gegen eine weitere Zulassung von „Drittanbietern" im Bereich der Bodenverkehrsdiensten an Flughäfen ausgesprochen. Hier sprach er allen Kollegen aus dem Herzen. Insbesondere für die Aktiven der GÖD, welche seit Jahren gegen den aufkommenden Neoliberalismus kämpfen, waren die Worte von Martin Schulz eine Wohltat, er sprach Ihnen sozusagen aus dem Herzen. Grundsätzlich kann es nicht gutgeheißen werden, so Martin Schulz, dass in diesem hochsensiblen Arbeitsbereichen mit Dumpinglöhnen und anderen Festlegungen auf Kosten der Beschäftigten einerseits und auf Kosten von Sicherheit und Qualität andererseits, gearbeitet wird. Trotz einer grundsätzlichen Zustimmung des EU-Parlaments sieht Schulz momentan keine schnelle Umsetzung in die Praxis. Daher ist es unerlässlich, dass Gewerkschaften und Flughäfen den Druck auf die EU weiter aufrecht erhalten und sogar erhöhen, um zumindest „nationale Sonderregelungen" zu ermöglichen.

Für den GÖD-Bundesfachverband Flughäfen Deutschland wird das Thema Liberalisierung der Bodenverkehrsdienste weiterhin ein „heißes" Eisen bleiben, dass es zu schmieden gilt!

Solange Politik und Wirtschaftssysteme nur auf mehr Gewinne aus sind, geht das nur zu Lasten des Einzelnen und des sozialen Miteinanders. Die Auswirkungen sind an den europäischen Großflughäfen schon längst spürbar – unzufriedene Flugreisende, Verspätungen und anderes mehr. Ob der Aspekt einer sicheren und qualitativ hochwertigen Verladung, im Bezug auf die Sicherheit des Fluges, bei den rein zahlengesteuerten Managern und Lobbyisten eine Rolle spielt erscheint zweifelhaft.

Die GÖD wird weiterhin –national wie international- auf die negativen Folgen der neoliberalen Entscheidungen aufmerksam machen und versuchen, politische Entscheidungsträger für die Sache der Beschäftigten zu gewinnen.

Bundesfachverband Flughäfen Deutschland

Bernhard Plath
Vorsitzender

Manfred März
stv. Vorsitzender

 

Schlagzeilen

Erweiterung der Liste der Berufskrankheiten

Das Bundeskabinett hat am 5. November 2014 eine Verordnung zur Erweiterung der anerkannten  Berufskrankheiten um vier  vier neue Krankheiten als Berufskrankheiten beschlossen.

Hieraus erfolgen für Betroffene Ansprüche auf Heilbehandlung aus der gesetzlichen Unfallversicherung und ggf. Geldleistungen bei Arbeitsunfähigkeit oder dauerhafter erwerbsminderung.

  • Bestimmte Formen des so genannten „weißen Hautkrebses“ (Plattenepithelkarzinome) oder dessen Vorstufen (multiple aktinische Keratosen) durch langjährige Sonneneinstrahlung
  • Carpaltunnel-Syndrom (Druckschädigung eines in einem knöchernen Tunnel im Unterarm verlaufenden Nervs) durch bestimmte manuelle Tätigkeiten
  • Hypothenar-Hammer-Syndrorm und Thenar-Hammer-Syndrom (Gefäßschädigung der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung)
  • Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe

Diese Verordnung bedarf noch der Zustimmung der Länder.  Betroffene können sich aber bereits vorab bei ihren Unfallversicherungen melden.

Link zur Verordnung auf der Homepage des BMAS