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LohnentwicklungLohn, der auch zum Leben reicht?

GÖD-Bundesfachverband sieht Entwicklung kritisch!

Bereits in einem Interview im Jahr 2011 mit dem Münchner Merkur/ Erdinger Anzeiger hat es der Vorsitzende des Bundesfachverbandes Flughäfen, Bernhard Plath, auf den Punkt gebracht:

„Menschenwürdiger Lohn beginnt mit 10,--€ pro Stunde!"

Zu dieser Zeit waren die Forderungen vieler Gewerkschaften noch weit von dieser Zahl entfernt. Im Laufe der Jahre hat sich auch hier ein Umdenken eingestellt.

FStreblakt ist, dass Bernhard Plath sowie Manfred März, die beiden Vorsitzenden des Bundesfachverbandes, dieses Thema seit Jahren am „kochen" halten. In sämtlichen zur Verfügung stehenden Netzwerken wurde gearbeitet und die Situation der Belegschaften in den unteren Einkommensgruppen, beispielhaft in den Bereich Technik, Fluggastkontrolle oder Bodenverkehrsdienste an den Flughäfen München und Frankfurt, thematisiert. Zwischenzeitlich hat das Thema Mindestlohn dazu geführt, dass die Stundenlöhne größtenteils zumindest nach unten abgesichert sind. „Das kann aber noch nicht alles sein", so Manfred März. Unter Federführung von Bernhard Plath kam es unter anderem im Februar 2014 zu einem Politikgespräch mit verschiedenen Bundestagsabgeordneten, die der Ausführung von Plath zum Thema „Lohnentwicklung in Hochpreisregionen" interessiert folgten. Auch wurde seitens des Bundestagsabgeordneten und CGB-Vorsitzenden Matthäus Strebl darum gebeten, hier weitergehende Informationen zu erhalten.

Diesem Wunsch wurde mit Übergabe eines Informationspapiers im August 2014 vom Bundefachverbandsvorsitzenden gerne nachgekommen. Chronologisch beginnend mit der EU-Richtlinie 96/67/EG, welche den Zugang für weitere Abfertiger an den Flughäfen ermöglicht hatte, über den daraus resultierende Preiskrieg im Abfertigungsbereich, mit Auswirkungen wie angedrohte Massenentlassungen in München im Jahr 2010, über die Entlohnungssystematik bei den Mitbewerbern auf den Vorfeldern bis hin zu aktuellen Lebenshaltungskosten im Umland von Flughäfen enthielt das mehrseitige Papier in ausführlicher aber doch übersichtlicher Form viele Informationen für den MdB, aus der sich die zum Teil unwürdige Situation von Beschäftigten ableiten lies. „Natürlich kann man auch Parallelen zu anderen Tätigkeiten an Flughäfen ziehen, die ebenso den untersten Entgeltgruppen eingruppiert sind", so Plath. Die Basis sei nämlich grundsätzlich für alle gleich, der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Gemäß Manfred März hat sich kurz nach der Übergabe des Papiers MdB Matthäus Strebl wieder gemeldet. Nun hat man vereinbart Ideen zu sammeln, wie die Situation für die Kolleginnen und Kollegen verbessert werden könnte. „Hier gibt es viele Handlungsfelder, die im Rahmen eines Brainstormings im Vorstand erarbeitet wurden", so Plath.

Doch dies ist noch nicht das Ende des Engagements des Bundesfachverbandes bei diesem Thema. Bis zum Jahresende hat man MdB Matthäus Strebl weitere Informationen zugesichert, auf denen sich aufbauen lässt.

MengelMarcus Mengel, 2.Vorsitzender

Landesfachverband Flughäfen Bayern

 

Schlagzeilen

Erweiterung der Liste der Berufskrankheiten

Das Bundeskabinett hat am 5. November 2014 eine Verordnung zur Erweiterung der anerkannten  Berufskrankheiten um vier  vier neue Krankheiten als Berufskrankheiten beschlossen.

Hieraus erfolgen für Betroffene Ansprüche auf Heilbehandlung aus der gesetzlichen Unfallversicherung und ggf. Geldleistungen bei Arbeitsunfähigkeit oder dauerhafter erwerbsminderung.

  • Bestimmte Formen des so genannten „weißen Hautkrebses“ (Plattenepithelkarzinome) oder dessen Vorstufen (multiple aktinische Keratosen) durch langjährige Sonneneinstrahlung
  • Carpaltunnel-Syndrom (Druckschädigung eines in einem knöchernen Tunnel im Unterarm verlaufenden Nervs) durch bestimmte manuelle Tätigkeiten
  • Hypothenar-Hammer-Syndrorm und Thenar-Hammer-Syndrom (Gefäßschädigung der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung)
  • Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe

Diese Verordnung bedarf noch der Zustimmung der Länder.  Betroffene können sich aber bereits vorab bei ihren Unfallversicherungen melden.

Link zur Verordnung auf der Homepage des BMAS