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Gesundheitstag beim Luftfahrt-Bundesamt

ImGÖD Stand3 Rahmen der Gesundheitsförderung fand der diesjährige Gesundheitstag am 9. Dezember 2015 im Dienstgebäude KSS des Luftfahrt-Bundesamtes in Braunschweig statt. GÖD Stand

Neben Fachvorträgen zur gesunden Ernährung, einem Mitmachprogramm „Rücken Fit mit Yoga" sowie der Möglichkeit, seine Cholesterin- und Blutzuckerwerte zu testen, waren Aussteller aus allen Bereichen des Gesundheitswesens vertreten. Neben AOK und Unfallkasse Bund und Bahn (UVB) sowie den Firmen ge.on und viasit Bürositzmöbel war erstmalig auch ein Info-Stand der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) aufgebaut. Hier konnte sich der interessierte Besucher über das vielfältige Angebot der GÖD informieren sowie sich einen kostenlosen Vitaminvorrat in Form von allerlei Obst zulegen. Welche Vorteile eine GÖD Mitgliedschaft – gerade im Hinblick auf die im Frühjahr 2016 anstehende Personalratswahl – bietet, darüber informierte der LBA-Beschäftigte und GÖD Mitglied Michael Nörtemann. Insbesondere wies Nörtemann in zahlreichen Gesprächen mit Kollegen und Kolleginnen darauf hin, dass Gesundheit nicht bei gesunNörtemannder Ernährung aufhört, sondern gerade auch gesunde Arbeitsbedingungen erforderlich seien. „Stress durch Arbeitsverdichtung, fehlendes Personal und hoher Termin- und Leistungsdruck lastet auf den Beschäftigten des Luftfahrt-Bundesamtes. Das sind Themen, die wir im nächsten Jahr in den Personalratsgremien auf die Agenda bringen" zeigt sich der 51-jährige Regierungsamtsrat überzeugt.

Michael Nörtemann

 

Schlagzeilen

BAG ermöglicht sachgrundlose Befristung bei mehr als drei Jahren zurückliegender Zuvor-Beschäftigung!

Mit seiner Entscheidung vom 4. April hat das Bundesarbeitsgericht eine gravierende Änderung für befristete Arbeitsverträge herbeigeführt.

Gem. § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine kalendermäßigen Befristung ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber zuvor kein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Dies wurde bisher so ausgelegt, dass bei einer - auch über viele Jahre zurückliegenden - früheren Beschäftigung beim selben Arbeitgeber eine wirksame sachgrundlose kalendermäßige Befristung nicht mehr möglich ist.

Entsprechende befristete Arbeitsverträge wurden damit als unbefristet bewertet.

Nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 4. April 2011 ( Az: 7 AZR 716/09) ist nun auch eine sachgrundlose Befristung bis zu zwei Jahren möglich, wenn eine frühere Beschäftigung des Arbeitnehmers beim selben Arbeitgeber mehr als drei Jahre zurückliegt.

Dadurch soll nach Ansicht des 7. Senats verhindert werden, dass das dauerhafte Beschäftigungsverbot ein Einstellungshindernis darstellt.

Die Regelung des § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG soll den Arbeitgebern ermöglichen, auf schwankende Auftragslagen und wechselnde Marktbedingungen flexibel zu reagieren. Daneben soll für Arbeitnehmer die Möglichkeit der Dauerbeschäftigung geschaffen werden.

Raymund Kandler