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17-06-30 Gruppenfoto kompTreffen des Bundesfachverband Flughäfen der GÖD in Frankfurt

Am 30.06.2017 tagte der Bundesfachverband Flughäfen der GÖD am Flughafen Frankfurt. Zu dieser Veranstaltung konnte Rainer Matthey, Flughafen Frankfurt, neben den Kollegen Achim Kriegsmann, Jürgen Bender und Ahmet Birsin auch den amtierenden Bundesfachverbandsvorsitzenden Bernhard Plath vom Flughafen München sowie den Bundesvorsitzenden der GÖD, Raymund Kandler, recht herzlich begrüßen.

Im Rahmen der Besprechung wurden, neben den Berichten des Landesverbandes und Bundesverbandes, unter anderen folgenden Themen diskutiert:

  • Ausweitung der Tarifarbeit und deren Ausgestaltungsmöglichkeiten
  • Eine tiefergehende Vernetzung der zwei größten deutschen Flughäfen
  • Die Zusammenarbeit mit anderen Gewerkschaften
  • Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz.

Weiterhin wurde durch Jürgen Bender vom Flughafen Frankfurt die Wirkung auf die Stückkosten- und Deckungsbeitragsrechnung durch Leistungsverdichtung bei der Arbeit in Verbindung mit den angekündigten Steigerungen bei den Flugbewegungen im nächsten Winterflugplan in Frankfurt erläutert.

Auf Einladung durch den Kollegen Rainer Matthey nahm die Kollegin Claudia Amier, Betriebsratsvorsitzende Frankfurt (ver.di), am späteren Vormittag an der Sitzung teil. Nachdem Austausch von aktuellen Themen zwischen Bernhard Plath, Flughafen München, und Claudia Amier wurde die Zusammenarbeit der GÖD und ver.di thematisiert. Sowohl Claudia Amier als auch die GÖD-Kollegen aus Frankfurt bestätigten die sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit der beiden Gewerkschaftslisten in Frankfurt.

Zum Ende der sehr gelungen Veranstaltung bedankten sich die Vorsitzenden Plath und Kandler recht herzlich bei den Frankfurter Kollegen für die sehr gute Organisation der Veranstaltung. Das nächste Treffen wird am Flughafen in München stattfinden.

Bernd Plath, Vorsitzender Bundesfachverband Flughäfen

 

Schlagzeilen

BAG ermöglicht sachgrundlose Befristung bei mehr als drei Jahren zurückliegender Zuvor-Beschäftigung!

Mit seiner Entscheidung vom 4. April hat das Bundesarbeitsgericht eine gravierende Änderung für befristete Arbeitsverträge herbeigeführt.

Gem. § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine kalendermäßigen Befristung ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber zuvor kein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Dies wurde bisher so ausgelegt, dass bei einer - auch über viele Jahre zurückliegenden - früheren Beschäftigung beim selben Arbeitgeber eine wirksame sachgrundlose kalendermäßige Befristung nicht mehr möglich ist.

Entsprechende befristete Arbeitsverträge wurden damit als unbefristet bewertet.

Nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 4. April 2011 ( Az: 7 AZR 716/09) ist nun auch eine sachgrundlose Befristung bis zu zwei Jahren möglich, wenn eine frühere Beschäftigung des Arbeitnehmers beim selben Arbeitgeber mehr als drei Jahre zurückliegt.

Dadurch soll nach Ansicht des 7. Senats verhindert werden, dass das dauerhafte Beschäftigungsverbot ein Einstellungshindernis darstellt.

Die Regelung des § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG soll den Arbeitgebern ermöglichen, auf schwankende Auftragslagen und wechselnde Marktbedingungen flexibel zu reagieren. Daneben soll für Arbeitnehmer die Möglichkeit der Dauerbeschäftigung geschaffen werden.

Raymund Kandler