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Arbeitswelt im Wandel-
Privatisierung und Digitalisierung versus Arbeitsplatzsicherheit

Im Rahmen des Treffens des Vorstands des Bundesfachverbandes Flughäfen der GÖD in München wurden seitens der Teilnehmer intensiv eine Vielzahl von Themen diskutiert. Das derzeitige Konstrukt bei der Luftsicherheitskontrolle am Frankfurter Flughafen war eines davon. Die Diskussionen in Hessen um die Verlagerung der Steuerungsaufgabe in die Hände des Flughafenbetreibers wurde hier ebenso thematisiert wie die Disposition mit dem Personal vor Ort, insbesondere die langen Standzeiten der Beschäftigten bei der Fluggastkontrolle am Frankfurter Flughafen. Hierzu wurden von Seiten der Frankfurter Kollegen viele Gespräche geführt, um Abhilfe zu schaffen. Weiterhin muss der Versuch weitere Aufgabenfelder zu privatisieren unterbunden werden, so Raymund Kandler, Bundesvorsitzender der GÖD. In diesem Zusammenhang wurde auch das sogenannte „Münchner Modell", also die Führung der Sicherheitsgesellschaft am Flughafen München mbH (SGM) als ein Unternehmen des Freistaat Bayerns, besprochen. Besonders bei der Thematik der Abläufe und Verfahren wird man in engen Kontakt bleiben.

Das Thema Digitalisierung der Arbeitswelt war ein weiterer Schwerpunkt der Runde. Hier erfolgte ein Austausch über die unterschiedlichen Herangehensweisen an den verschiedenen Flughäfen in Deutschland.

Beispielhaft wurden die heutigen und zukünftigen Tätigkeiten der Infodienste an den Flughäfen aber auch die Werkstattsteuerung in der Technik besprochen und die möglichen Chancen und Risiken diskutiert.

Für das Jahr 2019 wurde das nächste Treffen in Frankfurt vereinbart, in dem auch der bei Gründung des Bundesfachverbandes vereinbarte Stabwechsel bei der Führung ein Thema sein wird.

Foto: v.l.n.r.: Achim Kriegsmann (Frankfurt), Rainer Matthey (Frankfurt), Raymund Kandler (Bundesvorsitzender), Marcus Mengel (München), Bernhard Plath (München)

Wir werden weiter berichten!

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Schlagzeilen

Erweiterung der Liste der Berufskrankheiten

Das Bundeskabinett hat am 5. November 2014 eine Verordnung zur Erweiterung der anerkannten  Berufskrankheiten um vier  vier neue Krankheiten als Berufskrankheiten beschlossen.

Hieraus erfolgen für Betroffene Ansprüche auf Heilbehandlung aus der gesetzlichen Unfallversicherung und ggf. Geldleistungen bei Arbeitsunfähigkeit oder dauerhafter erwerbsminderung.

  • Bestimmte Formen des so genannten „weißen Hautkrebses“ (Plattenepithelkarzinome) oder dessen Vorstufen (multiple aktinische Keratosen) durch langjährige Sonneneinstrahlung
  • Carpaltunnel-Syndrom (Druckschädigung eines in einem knöchernen Tunnel im Unterarm verlaufenden Nervs) durch bestimmte manuelle Tätigkeiten
  • Hypothenar-Hammer-Syndrorm und Thenar-Hammer-Syndrom (Gefäßschädigung der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung)
  • Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe

Diese Verordnung bedarf noch der Zustimmung der Länder.  Betroffene können sich aber bereits vorab bei ihren Unfallversicherungen melden.

Link zur Verordnung auf der Homepage des BMAS