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Bundesvorsitzender Raymund Kandler beim Geschäftsführer der FMG, Thomas Weyer

Auf Anregung des Fachverbandsvorsitzenden Flughäfen Bayern, Bernhard Plath, fand im März ein Treffen des Bundesvorsitzenden der GÖD, Raymund Kandler, sowie des Fachverbandsvorsitzenden Flughäfen Bayern mit dem Geschäftsführer Finanzen und Infrastruktur, FG, Hr. Thomas Weyer, im Hause der Flughafen München GmbH (FMG) statt. Im Rahmen dieses Gespräches wurden verschiedenen Themen diskutiert. Schwerpunkte bildeten dabei die Themen „Umstrukturierung SES – CAP“, also die geplante Verschiebung der operativen Sicherheitsdienste der FMG unter das Dach des Tochterunternehmens CAP Flughafen München Sicherheits – GmbH (CAP) und die Mitarbeiterbeteiligung sowie die sogenannte Bruttolohnkürzung, welche den Beschäftigten der FMG seit Jahren als „Soldiarbeitrag“ für den Bodenverkehrsdienst per Tarif auferlegt wurden.

Auszubildende Fachkraft für Schutz- und Sicherheit brauchen Perspektive!

Bernhard Plath sprach in diesem Rahmen die Verunsicherung der Auszubildenden im Bereich von SES an. Diese hatten sich bei Ihrer damaligen Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz bewusst für die Ausbildung bei der FMG entschieden. Insbesondere der derzeit laufende Ausbildungsjahrgang ist natürlich schwer verunsichert, wie mit Ihnen bei einer möglichen zeitnahen Zusammenlegung der betroffenen Bereiche weiter verfahren ist. Hier wurde von den GÖD-Vertretern ein Festhalten an den Zusagen im Sinne der Azubis gefordert. „Insbesondere die Thematik Übernahme ist für viele der Betroffenen, nach Bekanntgabe der Pläne der Geschäftsführung, ein Unsicherheitsfaktor“, so Plath. Hr. Weyer führte aus, dass das Thema Ausbildung bei der FMG einen sehr hohen Stellenwert hat. Er äußerte Verständnis für die betroffenen Azubis und sagte zu, diese Thematik im Rahmen der Gespräche mit dem Betriebsrat und der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) offen zu diskutieren. „Die betroffenen Azubi’s sind Mitarbeiter der FMG und werden daher auch wie alle anderen FMG-Mitarbeiter behandelt“ so Weyer.

Lohnkürzung versus Erfolgsbilanz

Raymund Kandler schilderte seinen Eindruck zur derzeitigen Stimmungslage in der Belegschaft. Bernhard Plath hob hervor, dass ihm viele Mitarbeiter versichert haben, dass man „bereit sei, in schlechten Zeiten den Gürtel enger zu schnallen.“ „Allerdings erwarte man, dass man in guten Zeiten merklich am positiven Ergebnis beteiligt werde. Eine Sinnhaftigkeit der Senkung des orginären TVöD-Lohngefüges sei hier vielen Kollegen nicht verständlich.“, so Plath. Hr. Weyer folgte aufmerksam den gemachten Ausführungen und sagte zu, die gemachten Lösungsvorschläge der GÖD-Vertreter auch mit seinem Kollegen in der Geschäftsführung zu besprechen. Wichtig war dem FMG-Geschäftsführer die Feststellung, dass der Anteil der Mitarbeiter ein relevanter Teil des Lösungspaketes bei der Thematik Sanierung des Bodenverkehrsdienstes war. Hr. Weyer lobte die Leistung der Mitarbeiter und betonte, dass seitens de Geschäftsführung sehr wohl eine „spürbare Würdigung“ dieser geplant sei.

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v.l.n.r.: Raymund Kandler und  Bernhard Plath sowie Thomas Weyer, Geschäftsführer Finanzen und Infrastruktur der FMG

Zum Ende der Gesprächsrunde wurde dieser Termin von allen Beteiligten als äußerst konstruktiv und informativ bewertet. Eine Fortsetzung dieser Runde sei sicherlich wünschenswert, auch weil hier die Ängste und Nöte der Kolleginnen und Kollegen bei der Unternehmensleitung Gehör finden.

Bericht: Bernd Plath
 

Schlagzeilen

Erweiterung der Liste der Berufskrankheiten

Das Bundeskabinett hat am 5. November 2014 eine Verordnung zur Erweiterung der anerkannten  Berufskrankheiten um vier  vier neue Krankheiten als Berufskrankheiten beschlossen.

Hieraus erfolgen für Betroffene Ansprüche auf Heilbehandlung aus der gesetzlichen Unfallversicherung und ggf. Geldleistungen bei Arbeitsunfähigkeit oder dauerhafter erwerbsminderung.

  • Bestimmte Formen des so genannten „weißen Hautkrebses“ (Plattenepithelkarzinome) oder dessen Vorstufen (multiple aktinische Keratosen) durch langjährige Sonneneinstrahlung
  • Carpaltunnel-Syndrom (Druckschädigung eines in einem knöchernen Tunnel im Unterarm verlaufenden Nervs) durch bestimmte manuelle Tätigkeiten
  • Hypothenar-Hammer-Syndrorm und Thenar-Hammer-Syndrom (Gefäßschädigung der Hand durch stoßartige Krafteinwirkung)
  • Kehlkopfkrebs durch Schwefelsäuredämpfe

Diese Verordnung bedarf noch der Zustimmung der Länder.  Betroffene können sich aber bereits vorab bei ihren Unfallversicherungen melden.

Link zur Verordnung auf der Homepage des BMAS