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Gewinnbeteiligung und Teilrückzahlung der Bruttolohnkürzung - Aktiver Einsatz der GÖD erfolgreich!

Nach der Sitzung des Aufsichtsrats Anfang Juli steht es nun fest. Es gibt eine Gewinnbeteiligung in Höhe von 700,--€ für die Beschäftigten der FMG, für  FMG-GH sowie für die Aeroground-Kolleginnen und Kollegen. Weiterhin wurde erreicht, dass die seit Einführung durch die Gewerkschaft ver.di, in Kooperation mit der Geschäftsführung der FMG, in der Belegschaft kritisierter Bruttolohnkürzung („Sanierungsbeitrag GH“) zumindest für das Jahr 2011 zur Hälfte an die Belegschaft zurückbezahlt wird. Weiterhin wird für Mitarbeiter der FMG ein Mindestbetrag in Höhe von 1.000,--€ garantiert.

„Insgesamt ist dieses Ergebnis ein Erfolg für den unermüdlichen Einsatz des  GÖD-Kollegen Bernhard Plath und Raymund Kandler, sowie vieler Unterstützer im Hintergrund.“ so Marcus Mengel. Gebetsmühlenartig (siehe auch Informationen unter http://fachverbaende.goed-online.de/Landesfachverband-Flughäfen-Bayern/) wurde seit langer Zeit immer wieder an den relevanten Stellen auf die Fehlentscheidung im Bezug auf die Einführung der Bruttolohnkürzung hingewiesen und auf die Rücknahme gedrängt. Offenbar haben diese Aktionen Wirkung gezeigt. Erfreulicherweise hat nun auch die Bayerische Versorgungskammer mitgeteilt, dass die BVK Zusatzversorgung ihren Umlagesatz für Arbeitgeber ab dem 01.01.2013 von derzeit 4,75 % auf 3,75 % reduziert. Das führt dazu, dass die im ver.di Bezirkstarifvertrag festgeschriebene Bruttolohnkürzung ab 2013 auf 1% abgesenkt wird.

Die Entwicklung ist gemäß dem Landesfachverbandsvorsitzenden Plath als erfreulich zu bezeichnen. Jedoch wird die GÖD nicht aufhören, die vollständige Rücknahme der nicht zeitgemäßen Bruttolohnkürzung zu fordern.

Bernhard Plath bedankt sich ausdrücklich bei allen Unterstützern, die dieses Ergebnis möglich gemacht haben. Wichtig war auch die kooperative Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat der FMG, so Plath. Besonderer Dank gilt dem Aufsichtsratsmitglied der GÖD, Thomas Bihler, der sich unter anderem bei den Gesellschaftern für eine angemessene Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FMG und Aeroground eingesetzt hat.

 

Schlagzeilen

BAG ermöglicht sachgrundlose Befristung bei mehr als drei Jahren zurückliegender Zuvor-Beschäftigung!

Mit seiner Entscheidung vom 4. April hat das Bundesarbeitsgericht eine gravierende Änderung für befristete Arbeitsverträge herbeigeführt.

Gem. § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine kalendermäßigen Befristung ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber zuvor kein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Dies wurde bisher so ausgelegt, dass bei einer - auch über viele Jahre zurückliegenden - früheren Beschäftigung beim selben Arbeitgeber eine wirksame sachgrundlose kalendermäßige Befristung nicht mehr möglich ist.

Entsprechende befristete Arbeitsverträge wurden damit als unbefristet bewertet.

Nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 4. April 2011 ( Az: 7 AZR 716/09) ist nun auch eine sachgrundlose Befristung bis zu zwei Jahren möglich, wenn eine frühere Beschäftigung des Arbeitnehmers beim selben Arbeitgeber mehr als drei Jahre zurückliegt.

Dadurch soll nach Ansicht des 7. Senats verhindert werden, dass das dauerhafte Beschäftigungsverbot ein Einstellungshindernis darstellt.

Die Regelung des § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG soll den Arbeitgebern ermöglichen, auf schwankende Auftragslagen und wechselnde Marktbedingungen flexibel zu reagieren. Daneben soll für Arbeitnehmer die Möglichkeit der Dauerbeschäftigung geschaffen werden.

Raymund Kandler