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Bezahlbarer Wohnraum – ein unbezahlbarer Traum?

VReents 01-komporsitzender Landesfachverband Flughäfen Bayern im Gespräch mit Bürgermeister Harald Reents, Hallbergmoos

Schon seit Jahren engagiert sich die GÖD bzw. der Landesfachverband Flughäfen für die Schaffung von Lösungen beim Thema „bezahlbarer Wohnraum in der Region". Gespräche mit der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH (FMG), mit Politikern und Betroffenen werden seit Jahren geführt und Lösungsansätze erfragt, beziehungsweise auch Lösungsvorschläge seitens der GÖD präsentiert. Zum Thema bezahlbaren Wohnraum traf sich der Vorsitzende des Landesfachverbandes im Juni mit dem Bürgermeister von Hallbergmoos, Harald Reents. Hallbergmoos ist eine Gemeinde, die direkt an den Flughafen München angrenzt und hautnah die Veränderungen und Herausforderungen durch den Flughafen spürt und bewältigen muss.

FMG – bezahlbarer Wohnraum für Mitarbeiter
Die von der FMG gestartete Initiative zur Schaffung von mehreren hundert Wohnungen für Mitarbeiter war Thema, welches durch den Vorsitzenden, Bernhard Plath, angesprochen wurde. Hier begrüßte Bürgermeister Harald Reents grundsätzlich die Aktivitäten der FMG. Er verwies jedoch klar auf die Position der Gemeinde Hallbergmoos, welche bei solch komplexen Projekten klare Fakten zur Entscheidungsfindung benötigt. Neben den üblichen baurechtlichen Verfahrensweisen stehen beispielsweise Fragen wie Infrastrukturanbindung, notwendige Konzepte zur Daseins-Vorsorge und anderes mehr im Fokus der Gemeinde. Auch stellt der Umfang der Baumaßnahme einen möglichen Zuwachs der Bevölkerung dar, der das übliche jährliche Einwohnerwachstum schlagartig verdoppeln würde.
Insgesamt stellte Reents klar, dass man sich mit der FMG in einen sehr konstruktiven Dialog befindet.

Bevölkerungszunahme in Hallbergmoos – was tut die Gemeinde?
Auf diese Frage hin stellte Bürgermeister Reents seine klare Vorgehensweise vor: „Wohnen, Gewerbe, Verkehr", genau in dieser Reihung sind die Aufgaben zu meistern. „Wachstum kann man nicht stoppen, aber man kann gestalten!". Er leitet seit 2014 die Geschicke der Gemeinde und blickt mit Stolz auf das initiierte Einheimischenmodell mit 20 Bauparzellen sowie auf den Bau eines 9-Familienhauses zurück. „Aktuell sollen neben dem ausgewiesenen Areal auch ein Komplex mit ca. 50 bis 80 Wohnungen entstehen. In den nächsten Jahren ist damit insgesamt die Schaffung von bis zu 115 Wohnungen angedacht", so Reents.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit braucht Offenheit
Zum Ende des Gespräches war man sich einig, dass sowohl die Gemeinde Hallbergmoos als auch die weiteren Beteiligten das Problem „bezahlbarer Wohnraum" sehr ernst nehmen und gemeinschaftlich daran arbeiten, hier vertretbare Lösungen zu schaffen. Harald Reents bedankte sich für die offene Schilderung und Einschätzung der Situation für die Arbeitnehmer durch Bernhard Plath und bot an, für weitere Gespräche zur Verfügung zu stehen.

Bernhard Plath, Vorsitzender Landesfachverband Flughäfen Bayern

 

 

Schlagzeilen

ARBEITNEHMERFREIZÜGIGKEIT

Zum 1. Mai 2011 endet die siebenjährige Übergangszeit für die acht osteuropäischen Staaten, die 2004 der EU beigetreten sind und die damit verbundenen Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU. Dies sind Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Die Bürger dieser Staaten können sich damit künftig frei auf dem deutschen Arbeitsmarkt bewerben. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt als eine der Grundfreiheiten in der EU - neben dem freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit rechnet mit rund 100.000 Menschen, die wegen der Freizügigkeit pro Jahr zusätzlich nach Deutschland kommen werden.
Vor diesem Hintergrund ist es äußerst wichtig, für weitere Branchen im Rahmen des Arbeitnehmerentsendegesetzes Mindestlöhne festzusetzen, die von in- und ausländischen Unternehmen und Betrieben nicht unterschritten werden dürfen.  Dies gilt insbesondere für das Wach- und Sicherheitsgewerbe und die Zeitarbeit.