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17-07-26 Termin GebbekenGÖD im Gespräch mit Andrea Gebbeken, Geschäftsführerin Commercial und Security (CG)

„Wir kennen uns bereits", so Bernhard Plath, Vorsitzender des Landesfachverbandes Flughäfen Bayern. Jedoch in anderen Rollen. Andrea Gebbeken, Geschäftsführerin des Bereichs Commercial und Security (CG), und Bernhard Plath als freigestellter Betriebsrat und Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. Nicht bekannt waren für Fr. Gebbeken jedoch die Kollegin Ingrid Schätz, Bezirksvorstandschaft München-Oberbayern der GÖD, und Raymund Kandler, Landessekretär und Bundesvorsitzender der GÖD.

Nachdem sich die Teilnehmer gegenseitig über den bisherigen persönlichen und beruflichen Werdegang informiert hatten, ging Kandler intensiv auf die GÖD ein.

Neben die durch die GÖD betreuten Bereiche, abgeschlossene Tarifverträge, politische Netzwerke und anderem mehr wurde auch auf aktuelle Themen eingegangen. Die GÖD sei daran interessiert Arbeitsplätze im Zeitalter der Digitalisierung zu sichern und auszubauen. Der Fortschritt muss gewerkschaftlich mitgestaltet werden. Man freue sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit Fr. Gebbeken.

Zum Abschluss des Treffens wurde vereinbart, dass man sich spätestens im Jahr 2018 wieder treffen möchte. Sollten aktuelle Themen zur Diskussion stehen, bittet Fr. Gebbeken um kurzfristige Terminvereinbarung

Bernd Plath, Vorsitzender Landesfachverband Flughäfen Bayern

 

Bild: v.l.n.r.: Raymund Kandler, Andrea Gebbeken, Bernhard Plath

 

Schlagzeilen

BAG ermöglicht sachgrundlose Befristung bei mehr als drei Jahren zurückliegender Zuvor-Beschäftigung!

Mit seiner Entscheidung vom 4. April hat das Bundesarbeitsgericht eine gravierende Änderung für befristete Arbeitsverträge herbeigeführt.

Gem. § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine kalendermäßigen Befristung ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber zuvor kein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Dies wurde bisher so ausgelegt, dass bei einer - auch über viele Jahre zurückliegenden - früheren Beschäftigung beim selben Arbeitgeber eine wirksame sachgrundlose kalendermäßige Befristung nicht mehr möglich ist.

Entsprechende befristete Arbeitsverträge wurden damit als unbefristet bewertet.

Nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 4. April 2011 ( Az: 7 AZR 716/09) ist nun auch eine sachgrundlose Befristung bis zu zwei Jahren möglich, wenn eine frühere Beschäftigung des Arbeitnehmers beim selben Arbeitgeber mehr als drei Jahre zurückliegt.

Dadurch soll nach Ansicht des 7. Senats verhindert werden, dass das dauerhafte Beschäftigungsverbot ein Einstellungshindernis darstellt.

Die Regelung des § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG soll den Arbeitgebern ermöglichen, auf schwankende Auftragslagen und wechselnde Marktbedingungen flexibel zu reagieren. Daneben soll für Arbeitnehmer die Möglichkeit der Dauerbeschäftigung geschaffen werden.

Raymund Kandler