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Luftbild Kliniken Erlabrunn-148Einigung zur Tarifrunde 2017 für die Kliniken Erlabrunn

Die Tarifverhandlungen zur Tarifrunde 2017 für die Kliniken Erlabrunn GmbH wurden am 5. Januar 2017 aufgenommen, am 27. Februar 2017 fortgesetzt und konnten am 18. Juli 2017 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Die Kliniken Erlabrunn wurden durch die Geschäftsführerinnen Frau Dr. oec. Constanze Fisch, Frau Dipl.-Ök. Heidrun Ballmann und die Personalleiterin Frau K. Rummrich vertreten. Die Verhandlungsführung für die GÖD lag beim Bundesvorsitzenden Raymund Kandler und dem Tarifsekretär Wolfgang Schneider.

Unter Berücksichtigung der ursprünglichen Tarifforderung und dem ersten Arbeitgeberangebot konnte in mehreren Verhandlungsschritten folgendes Verhandlungsergebnis erreicht werden:

  • Anhebung des Urlaubs von bisher 26 Arbeitstagen ab Beschäftigungsbeginn auf 27 Tage, Anhebung auf 28 Tage nach dem 5. Beschäftigungsjahr und auf 29 Tage nach dem 10. Beschäftigungsjahr.
  • Anhebung der ITS nach drei Jahren von Entgeltgruppe E 9 nach E 7
  • Übernahme der Regelungen für Wechselschicht/Schichtzulage aus dem TVöD und Festsetzung der Zulage für ständige Wechselschichtarbeit auf 100,-- €.
  • Grundsätzliche Erhöhung der Tabellenentgelte um 2,75 %
  • Erhöhung der Entgelte der E-Vergütung (Pflegepersonal) um 8 %
  • Erhöhung der Vergütungen in F 3.1 (Ltd. MTR), F 3.2 (MTR/MTA) und G 4.4 (Medizinischer Schreibdienst) um 5 %,
  • Erhöhung für Sterilisations- und Versorgungsassistenten ( F 4.5/F 4.6) um 8 %
  • Im Bereich der Freistellungsregelungen wurde die Gleichstellung von Lebenspartnerschaften und zur Freistellung für Tarifverhandlungen erreicht.
  • Zur Forderung der Neuberechnung des Stundenlohnes wurde vereinbart, die Berufserfahrung von derzeit 50 % auf 100 % anzuheben
  • Für das Kalenderjahr 2017 wird eine Erholungsbeihilfe als Einmalzahlung mit dem Dezember-Entgelt in Höhe von 150,-- € / Vollkraft verhandelt, wobei der Arbeitgeber diese pauschal versteuert.

Der Tarifvertrag tritt am 01.07.2017 in Kraft mit einer Laufzeit von 1 Jahr.

Aus den intern gesetzten Verhandlungsschwerpunkten konnten die Forderungen nach einer Jahressonderzahlung und Funktionszulagen nicht umgesetzt werden.

Nach der Erhöhung der Entgelte um 3,1 % und der umfangreichen strukturellen Verbesserungen in der Tarifrunde 2016 stellt dieses Verhandlungsergebnis einen vertretbaren Kompromiss zwischen den berechtigten Interessen der Beschäftigten und der wirt-schaftlichen Situation des Hauses dar und ist damit als deutlicher Erfolg für die Verhandlungsführung der GÖD zu werten.

München, im Juli 2017

 

Fachverbände / Fachbereiche

Gesundheitswesen und Soziales

Wach- und Sicherheitsgewerbe


Schlagzeilen

ARBEITNEHMERFREIZÜGIGKEIT

Zum 1. Mai 2011 endet die siebenjährige Übergangszeit für die acht osteuropäischen Staaten, die 2004 der EU beigetreten sind und die damit verbundenen Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU. Dies sind Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Die Bürger dieser Staaten können sich damit künftig frei auf dem deutschen Arbeitsmarkt bewerben. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt als eine der Grundfreiheiten in der EU - neben dem freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit rechnet mit rund 100.000 Menschen, die wegen der Freizügigkeit pro Jahr zusätzlich nach Deutschland kommen werden.
Vor diesem Hintergrund ist es äußerst wichtig, für weitere Branchen im Rahmen des Arbeitnehmerentsendegesetzes Mindestlöhne festzusetzen, die von in- und ausländischen Unternehmen und Betrieben nicht unterschritten werden dürfen.  Dies gilt insbesondere für das Wach- und Sicherheitsgewerbe und die Zeitarbeit.