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Zukunftsperspektive Bodenverkehrsdienste gefährdet?
Oscarreifes Drama unter dem Motto...and the winner is...?!?!

Wir erinnern uns...nach langen hin und her und massiven Einsatz des Betriebsrates der FMG, zu aller erst des Personalausschusses, kam es endlich im Jahr 2013 dazu, dass sich der Arbeitgeber mit der Arbeitnehmerseite an den Verhandlungstisch setzte um das leidige Thema „Leiharbeitnehmereinsatz in der Aeroground“ in den Griff zu bekommen. Ende Januar 2014 war es dann geschafft. Eine Senkung der Leiharbeitnehmerquote von ca. 15% auf 5% stellte ein hervorragendes Verhandlungsergebnis dar. Darüber hinaus konnte eine noch weitreichendere Vereinbarung fixiert werden. In einer sogenannten praxisorientierten Forschungsarbeit von einem von beiden Seiten anerkannten Institut soll am Ende, ab dem Jahr 2017, einen Konzessionsvergabe mit sanktionsbewährten Schutzzielen stehen. Das heißt, dass „Billigheimer“ an den Flughäfen u.a. über dieses Instrumentarium zu vernünftigen Rahmenbedingungen für die Belegschaft „bewegt“ werden könnten. Dies hätte zur Folge, dass der Wettbewerb zwischen den Anbietern von Bodenverkehrsdienstleistungen nicht mehr primär über Löhne, sondern über Qualität geführt würde. Also endlich ein Wettbewerb auf „Augenhöhe“! Und dieses hätte Auswirkungen über München hinaus!!

 

Auch war zu diesem Zeitpunkt allen an den Verhandlungen Beteiligten klar, dass es dieses zukunftsweisende Paket nicht zum „Nulltarif“ geben wird. Unter Punkt 8 der Vereinbarung „Zukunftsperspektive Bodenverkehrsdienste“ ist dies für den geneigten Beobachter nachzulesen.

Wo stehen wir heute? Die Situation hat sich verschärft. Verbales Säbelrasseln ersetzt ein konstruktives Miteinander. Nun ist es schwierig nachzuvollziehen, wo die Schuldigen für diese Misere zu finden sind. Dies ist aber nicht das Hauptthema! Thema ist es, dass sich möglicherweise bei einer weiteren Eskalation die Performance der Aeroground massiv verschlechter, dass ein Jahr vor dem Ablaufen und den Neuverhandlungen zum Lufthansavertrag ein negatives Licht auf die Leistungsfähigkeit der Aeroground fällt. Die Folgen???

 

Es wird unter dem Strich mit der Zukunft der Aeroground und damit mit den Arbeitsplätzen der Kollegen gepokert!

 

Wir bitten alle Beteiligten sich Ihrer Verantwortung bewusst zu werden und sich von persönlichen Eitelkeiten zu trennen und sich wieder an den Verhandlungstisch zu setzen. Ziel muss es sein, die möglichen Belastungen für die Mitarbeiter abzumildern und die Zukunft der Aeroground und der Mitarbeiter vernünftig zu gestalten und diese nicht zu gefährden!

 

Nur so kann es am Ende heißen: ...and the winner is...!

 

Schlagzeilen

ERGÄNZENDE TARIFREGELUNG FÜR BESCHÄFTIGTE IN KOMMUNALEN KRANKENHÄUSER

Für Beschäftigte in Kommunalen Krankenhäusern wurde vereinbart, dass für während des Bereitschaftsdienstes geleistete Nachtarbeit ein Zeitzuschlag in Höhe von 15 % des Bereitschaftsdienstentgelts oder entsprechender Freizeitausgleich gewährt wird. Bei Leistung von mindestens 288 Nachtarbeitsstunden die während des Bereitschaftsdienstes geleistet werden, erhalten die Beschäftigten außerdem Zusatzurlaub von zwei Arbeitstagen pro Kalenderjahr.